Extra natives Bio Olivenöl aus der Mani frei Haus
Bio Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau, extra nativ und sortenrein, Schwarze Kalamata Oliven, griechischer Blütenhonig sowie zahlreiche Informationen zu folgenden Themen:
Bio Olivenöl aus kontrolliert biologischem Anbau , Oliven, dem Olivenbaum, der Olivenernte in Griechenland sowie den verschiedenen Qualitäten von biologischem und konventionellen Olivenöl; bestellen können Sie bei uns, neben Prasino Bio Olivenöl, auch griechischen Honig (Prasino Blütenhonig) sowie Schwarze Kalamata Oliven. Wir klären Fragen zur gesunden Ernährung, dem Einfluss verschiedener Fette (insbesondere von Olivenöl) auf Herz, Kreislauf und Cholesterinspiegel; wir beschäftigen uns mit Diabetis ebenso wie mit der mediterranen Küche (Mittelmeerkost bzw. Mittelmeerdiät), empfehlen Rezepte und Kochbücher.
Jahr für Jahr machen wir uns auf die Suche nach dem besten Olivenöl: von Mühle zu Mühle, von Bauer zu Bauer. Wir proben und verkosten blind und suchen dann unter den besten das bester heraus.
Stand / aktualisiert am: 09.11.09
Vom Baum auf den Tisch: extra natives, sortenreines Olivenöl aus der Mani, Griechenland - jetzt auch aus kontrolliert biologischem Anbau.
Es gibt wenige Dinge, über die sich die Griechen einig sind. Eine Ausnahme ist das Olivenöl. Das beste kommt aus der Mani, heißt es, der südlichsten Spitze der Halbinsel Peloponnes. Oft werden Oliven nicht geerntet, sondern man wartet, bis sie - meist schon etwas überreif - von den mächtigen Bäumen in die darunter ausgebreiteten Netze fallen. In der Mani werden die Ölbäume jedes Jahr stark gestutzt und somit klein gehalten. Und die Oliven werden geerntet, wenn sie reif sind - in Handarbeit, weils anders nicht geht. Das macht zwar etwas Mühe, steigert aber die Qualität des Olivenöls und sorgt für den einzigartigen Geschmack. Prasino Olivenöl gibt es ab sofort auch aus kontrolliert biologischem Anbau.
Fett und Folgen: Kann Cholesterin gut sein?
Ernährungsexperten genießen alles andere als den Ruf, eine gemeinsame Linie zu vertreten. Extra natives Olivenöl ist eine Ausnahme. Für so wichtig wie das täglich Brot hält es beispielsweise das Institut für Arterioskloroseforschung an der Uni Münster. Und die EU gibt seit Jahren Geld dafür aus, daß sich das auch herumspricht. All denjenigen, die sich im Dschungel verschiedenster Diäten und Ernährungsempfehlungen nicht mehr auskennen, empfiehlt sie einen Blick in die Kochtöpfe unserer südlichen Nachbarn. Ohne Olivenöl geht dort meist gar nichts.
Olivenöl in der Küche: Essen wie im Urlaub
Extra natives Olivenöl nur an den Salat zu geben wäre, als würde man beim Klavierspielen nur die weißen Tasten benutzen. Ob beim Kochen, Braten oder Backen - die mediterrane Küche kennt praktisch keine Alternativen zu ihrem "grünen Gold". Wolfram Siebeck ließ sich in seiner wöchentlichen ZEIT-Kolumne einmal zu dem Satz hinreißen, ein Löffel extra natives Olivenöl, kurz vor dem Servieren unter das von ihm beschriebene Bohnenpürree gerührt, würde Tote wieder zum Leben erwecken (ausführlicher Rezeptteil in Vorbereitung). Wir möchten Ihnen empfehlen, Prasino Olivenöl wie einen guten Tropfen Rotwein zu kosten: schenken Sie etwas Olivenöl in ein Glas, sehen Sie sich seine Farbe an, schwenken Sie es, damit es sein Aroma entfalten kann und nehmen Sie schließlich ein Schlückchen!
Das beste vom Besten: extra natives Bio Olivenöl
"Extra nativ" heißt das Prädikat, das Olivenöle der höchsten Qualität tragen dürfen. Damit werden Olivenöle der "ersten Güteklasse" bezeichnet, die "direkt aus Oliven und ausschließlich mit mechanischen Verfahren gewonnen werden". So steht es in einer neuen EU-Verordnung zu lesen, die seit dem 1. November 2003 verbindlich gilt. Die Anforderungen an Olivenöle wurden darin noch einmal verschärft. So darf beispielsweise der Säuregehalt von extra nativem Olivenöl nur noch 0,8 statt der bis dahin erlaubten 1,0 Prozent betragen. Wir arbeiten seit jeher mit ausgewählten Bauern zusammen, die sich um höchste Qualitätsstandards bemühen und auch die verschärften Kriterien zu übertreffen suchen.
Zwölf Fragen, zwölf Antworten: wissen, was Sache ist
1) Woher stammt Prasino Olivenöl?
Prasino Olivenöl stammt aus Griechenland, genauer vom südlichsten Zipfel der Peloponnes - der Mani. Fernab von Industrie oder Autobahnen gedeiht hier auf karstigem Grund die Koroneiki-Olive, aus der unser Öl gewonnen wird. Wir sind weder einer Mühle noch einem Bauern verpflichtet, sondern machen uns jedes Jahr auf's Neue auf die Suche nach dem besten Olivenöl, das es in der Mani gibt.
2) Ist Olivenöl gesund?
Ja, es sieht so aus. Allerdings sind solche Behauptungen schwer zu belegen. Es scheint erwiesen, daß Menschen, die als Hauptfettquelle Olivenöl verwenden, länger und gesünder leben. Die Frage ist: leben sie gesünder, weil sie Olivenöl konsumieren oder leben Menschen, die Olivenöl verzehren, gesünder? Beides wird irgendwie zutreffen. Aber die Fakten verdichten sich, dass Olivenöl eines der gesündesten Fette überhaupt ist. Und ohne Fett kann der Mensch nicht leben. Immerhin bei 30 Prozent (statt der durchschnittlichen 42 Prozent) unserer täglichen Kalorieen, das empfehlen Ernährungswissenschaftler, sollten wir in Form von Fett aufnehemen. Möglichst in Form von Olivenöl. Immer mehr Menschen folgen diesen Empfehlungen. Von 0,2 auf immerhin einen Liter ist der Olivenölverbrauch in Deutschland pro Kopf und Jahr in den letzten Jahren gestiegen.
Wir haben ausführliche Informatinen zum Thema für Sie gesammelt. Mehr dazu in dem Kapitel: Alles spricht für Olivenöl: Ein Überblick
3) Warum gibt es Prasino Olivenöl nur einmal im Jahr?
Nun ja, genau genommen
gibt es Prasino Olivenöl zweimal im Jahr: im März und im Juni. Der
zweite Liefertermin ist ein Service vor allem für Neukunden, die - nach
einer ersten Kostprobe - die Möglichkeit haben, unser Öl nachzubestellen.
Während die Oliven vom Frühjahr bis in den Herbst hinein an den Bäumen
wachsen und reifen, bleibt unser Online-Shop geschlossen. Das hat zwei ganz
banale Gründe. Zum einen ist der Versand von Olivenöl teuer. Wir aber
liefern frei Haus und können uns diesen "Luxus" nur dann leisten,
wenn wir unser Öl in größeren Chargen versenden. Zum anderen
betreiben wir bewusst keine Lagerhaltung und vertreiben ausschließlich
frisches, unverschnittenes, sortenreines extra natives Jahrgangs-Olivenöl
der höchsten Qualität, das wir nicht mit eventuellen Restbeständen
des Vorjahres vermischen wollen. Sie können sich also sicher sein, dass
Prasino Olivenöl ohne große Umwege direkt vom Baum auf den Tisch
kommt.
4) Welche verschiedenen Qualitäten gibt es bei Olivenölen?
Olivenöl der höchsten Qualität trägt die Bezeichnung "extra nativ". Laut neuester EU-Vorschriften muss Olivenöl der ersten Güteklasse in einer chemischen Analyse 27 Parameter erfüllen. Zu den wichtigsten gehören der Säuregehalt (max. 0,8 Prozent), die Peroxidzahl (max. 20meq/O2/kg), der Wachsgehalt (max. 250 mg/kg) sowie der Extinksionskoeffizient (K 232: max. 2,50, K 272: max. 0,20).
Olivenöl geringerer Qualität tragen die Bezeichenungen "natives Olivenöl", "Olivenöl" bzw. "Oliventresteröl".
5) Was ist der Unterschied zwischen "gepresst" und "extrahiert"?
Seit dem 1. November 2003 gelten neue, verschärfte Qualitätsanforderungen
an Olivenöl. Olivenöl der ersten Güteklasse muss - so heißt
es im Gesetzestext - seitdem "direkt aus Oliven und ausschließlich
mit mechanischen Verfahren gewonnen" werden. Derer gibt es zwei:
Traditionell werden die Oliven von großen Granitsteinrädern zu einem
Brei zermahlen, der zwischen Bastmatten geschichtet und schließlich gepresst
wird. Diesen Vorgang nennt man Pressung (eine zweite Pressung gibt es übrigens
schon seit Jahrzehnten nicht mehr, weswegen der Begriff "erste Pressung"
irreführend ist).
In modernen Mühlen dagegen werden die Oliven zerkleinert, das Öl schließlich
mit Hilfe von Zentrifugen extrahiert. Diese Methode nennt man (neuerdings) Extraktion.
Die Diskussionen, welche Methode nun die bessere ist, haben gerade erst begonnen.
Und wahrscheinlich werden sie nie beendet sein. Es wird die Traditionalisten
geben, die sagen, dass Olivenöl schon immer gepresst wurde und dass das
auch so bleiben muss. Es wird die Modernisierer geben, die anführen, dass
die neue Methode hygienischer und effektiver ist. Und beide Seiten werden behaupten,
dass ihr Öl das bessere ist.
Wir jedenfalls werden uns an dieser Debatte nicht beteiligen und uns keiner
Methode verpflichten. Unsere selbst gesteckten Qualitätsstandarts liegen
ohnehin über denen der Europäischen Union. Ansonsten verlassen wir
uns auf unseren Geschmack. Und der hat uns bislang nicht betrogen. Werfen Sie
einen Blick in die Rubrik Feedback und lesen Sie, was
unsere Kunden sagen
6) Wie "kalt"
wird Olivenöl gepresst bzw. extrahiert?
Bei jedem Press- bzw. Extraktionsvorgang wird der Maische Wasser zugesetzt, das am Ende mit Hilfe einer Zentrifuge wieder vom Öl getrennt wird. Wir achten darauf, dass diejenigen Mühlen, von denen wir unser Öl beziehen, "handwarme" Temperaturen nicht überschreiten.
7) Was sagt der Säuregrad eines Öles aus?
Ein wichtiger Parameter
zur Feststellung der Qualität ist der Anteil freier Fettsäuren (gemessen
als Ölsäure je 100g).
Grundsätzlich kann man sagen, je niedriger der Säuregrad, desto besser
ist das Öl.
Bei Olivenöl der höchsten Qualität (extra nativ) ist der Höchstwert
mit 0,8 festgelegt, bei nativem Olivenöl mit 2,0. Prasino Olivenöl
stammt von Bauern, die sich bemühen, diese Standads zu übertreffen.
Es hat einen Säureanteil von max. 0,5 Prozent.
8) Kann man Olivenöl
erhitzen?
Ja, sie können extra natives Olivenöl bis 180°C erhitzen, also
bedenkenlos auch zum Braten, Kochen und Backen verwenden. Sobald es allerdings
in der Pfanne zu rauchen beginnt, das Öl also den sog. Rauchpunkt erreicht
hat, ist es zu heiß geworden und sollte ersetzt werden. Diese Regel gilt
übrigens für jedes Öl.
9) Wie lange ist Olivenöl haltbar?
Aufgrund seiner Fettzusammensetzung ist Olivenöl bei richtiger Lagerung
(dunkel, kühl) mindestens 18 Monate haltbar.
10) Gibt es grüne
und schwarze Oliven?
Jede Olive ist zunächst grün und entwickelt sich im Laufe des Reifeprozesses
von grün über violett bis dunkel-violett/schwarz. Der optimale Reifepunkt
einer Ölolive ist erreicht, wenn ihr Grün ins Violett übergeht.
Prasino Olivenöl wird
aus der Koroneiki-Olive gewonnen.
11) Weshalb
gibt es unterschiedliche Farbvarianten bei Olivenöl und welche Bedeutung
haben diese?
Die Farbe eines Olivenöls hängt im Wesentlichen vom Reifestadium der
verarbeiteten Oliven ab. Jedoch lässt sich von der Farbe nicht zwingend
auf den Geschmack oder Qualität eines Olivenöls schließen.
12) Wie teste ich den Geschmack von Olivenöl?
Wir empfehlen, Olivenöl wie einen guten Tropfen Rotwein zu kosten: schenken
Sie etwas Öl in ein Glas, sehen Sie sich seine Farbe an, schwenken Sie
es, damit es sein Aroma entfalten kann und nehmen Sie schließlich ein
Schlückchen! Wollen Sie mehrere Öle testen, können Sie den Geschmack
in ihrem Mund mit etwas Weißbrot neutralisieren.
Alles spricht für Olivenöl
Olivenöl ist gesund. Allerdings
sind solche Behauptungen schwer zu belegen. Es scheint erwiesen, daß Menschen,
die als Hauptfettquelle Olivenöl verwenden, länger und gesünder
leben. Sie erkranken u.a. weniger häufig an Herz-Kreislauferkrankungen
oder Krebs. Die Frage ist: leben sie gesünder, weil sie Olivenöl konsumieren
oder leben Menschen, die Olivenöl verzehren, gesünder?
Beides wird irgendwie zutreffen. Aber die Fakten verdichten sich, daß
Olivenöl eines der gesündesten Fette überhaupt ist. Und ohne
Fett kann der Mensch nicht leben. Immerhin bei 30 Prozent (statt der durchschnittlichen
42 Prozent) unserer täglichen Kalorien, das empfehlen Ernährungswissenschaftler,
sollten wir in Form von Fett aufnehmen. Möglichst in Form von Olivenöl.
Immer mehr Menschen folgen diesen Empfehlungen. Von 0,2 auf immerhin 0,6 Liter
ist der Olivenölverbrauch in Deutschland pro Kopf und Jahr in den letzten
Jahren gestiegen. Eine Menge, die freilich vergleichsweise lächerlich ist:
die meisten Kreter kommen mit 20 Litern im Jahr nicht aus. Und gerade die griechische
Insel Kreta wird immer wieder als Musterbeispiel gesunder Ernährung aufgeführt:
die mediterrane Küche in Verbindung mit einem hohen Olivenölkonsum
bekommt den Griechen anscheinen ausgezeichnet. Ihr hervorragender Gesundheitszustand
und ihre hohe Lebenserwartung lassen jedenfalls darauf schließen.
Professor
emeritus Dr. Heinrich Kasper aus Würzburg wurde in der "Ärztezeitung"
am 18.01.01 zitiert. Er verwies auf die in den 60er Jahren initiierte "Sieben-Länder-Studie",
in der die Ernährungsgewohnheiten von über 12 000 Männern aus
Europa, USA und Japan mit Blick auf ihr koronares Risiko verglichen wurden.
In Kreta war die Infarktrate am niedrigsten, in den USA die KHK-Sterblichkeit
am höchsten. Diese Unterschiede seien nicht mit einer streßärmeren
Lebensweise auf Kreta zu erklären, meinte Kasper, sondern hingen mit der
dort üblichen Ernährung zusammen: Sie enthält im Vergleich zur
"Western Diät" mehr Vitamin C und E sowie ungesättigte Fettsäuren
und wasserlösliche Ballaststoffe aus Obst und Gemüse.
Wir haben aktuelle Fakten gesammelt. Auf unserer Seite "Gesundheit"
informieren wird Sie in aller Kürze über die drei großen Themen,
die in Verbindung mit Olivenöl immer genannt werden: über gute und
schlechte Fette, über gutes und böses Cholesterin und über richtige
oder falsche Ernährung (Stichwort "mediterrane Kost" bzw. "Mittelmeerdiät").
In unseren "wissenschaftlichen Backgrounds" gehen wir ins Detail.
Wir berichten von einer Klinikküche, die von Butter & Schmalz komplett
auf (extra natives) Olivenöl umgestiegen ist. Oder von der mittlerweile
siebten Kampagne, die die Europäische Union initiiert hat, um die vielen
positiven Eigenschaften des Olivenöls ins Bewußtsein der Konsumenten
zu rücken. Wir haben Artikel aus der "Ärztezeitung" gesammelt,
die sich mit dem Thema Olivenöl beschäftigen und wir stellen Ihnen
die wissenschaftlichen Forschungsergebnisse zur Verfügung, die die Euroscience
Communication in Zusammenarbeit mit dem Institut für Arterioskleroseforschung
an der Westfälischen Wilhelmsuniversität (Münster) veröffentlicht
hat.
Wem die - zugegeben sehr wissenschaftlichen - Backgrounds zu sehr ins Detail
gehen, der kann vielleicht zumindest einen Blick auf das Internationale Konsensus
Statement werfen, das auf der Internationale Konferenz über mediterrane
Ernährungsweise 2000 (Royal College of Physicians · London, VK ·
13. - 14. Januar 2000) veröffentlicht
wurde. In aller Kürze werden darin die wichtigsten positiven Einflüsse
von Olivenöl auf die Gesundheit zusammengefaßt.
Wir verkaufen auch Olivenöl. Eines der besten überhaupt, wie wir meinen.
Besuchen Sie unseren Shop,
um sich über Preise und Liefertermine zu informieren.
Internationale Konferenz über mediterrane Ernährungsweisen
Es liegen
zunehmend mehr wissenschaftliche Erkenntnisse über die gesundheits fördernde
Wirkung von Ernährungsweisen vor, die reich an Obst, Gemüse, Hülsenfrüchten
und Vollkorngetreide sind sowie Fisch, Nüsse und fettarme Milchprodukte
enthalten. Bei diesen Kostformen ist eine Beschränkung des Gesamtfettes
nicht erforderlich, sofern nicht zu viele Kalorien aufgenommen werden und vorwiegend
pflanzliche Fette mit einem geringen Anteil an gesättigten Fettsäuren
und teilgehärteten Ölen verwendet werden. Die traditionelle mediterrane
Ernährung, in der Olivenöl die Hauptfettquelle ist, ist hierfür
ein Beispiel.
Der Ausdruck traditionelle "mediterrane Ernährung" hat eine spezielle
Bedeutung. Er bezeichnet Ernährungsgewohnheiten, die Anfang der 60er Jahre
in einigen Mittelmeergebieten, beispielsweise auf Kreta, in Teilen des übrigen
Griechenlands und in Süditalien typisch waren:
- eine Fülle an pflanzlichen Lebensmitteln (Obst, Gemüse, Brot, andere
Getreideprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchten, Nüsse und Samen),
- wenig verarbeitete, regionale und saisonal frische Lebensmittel,
- frisches Obst als typische Nachspeise, gelegentlich mit süßem Nachtisch,
der auch Zucker oder Honig enthält,
- Olivenöl als Hauptfettquelle,
- täglicher Verzehr geringer bis mäßiger Mengen an Milchprodukten
(in erster Linie Käse und Joghurt),
- geringe bis mäßige Mengen an Fisch und Geflügel,
- bis zu vier Eiern pro Woche,
- geringe Mengen an rotem Fleisch sowie
- geringe bis mäßige Mengen Wein, der üblicherweise zu den Mahlzeiten
getrunken wird.
Soweit sich dies bestimmen ließ, handelte es sich um eine Ernährungsweise
mit einem geringen Gehalt an gesättigten Fettsäuren (7-8 Prozent der
Energie oder weniger), mit einem Gesamtfettanteil, der je nach Region weniger
als 25 Prozent bis mehr als 35 Prozent der Energieaufnahme ausmachte. Die vorliegenden
Daten weisen auch darauf hin, dass der Lebensstil auf Grund der Feld- oder Küchenarbeit
von regelmäßiger Bewegung geprägt war, so dass Übergewicht
viel seltener vorkam als beispielsweise in den Vereinigten Staaten.
Grundsätzliches
Die Auswahl des genannten Zeitraums und der geographischen Gebiete basieren
auf folgenden Grundlagen:
1. Anfang der 60er Jahre war die Lebenserwartung für Erwachsene bei den
Populationen in mediterranen Gebieten eine der weltweit höchsten. Die Raten
an koronaren Herzerkrankungen, bestimmten Krebsarten und einigen anderen ernährungsbedingten
chronischen Erkrankungen war trotz der Mängel der Gesundheitsversorgung
sogar die niedrigste weltweit.
2. Die Daten über verfügbare Lebensmittel und Nahrungszufuhr beschreiben
Ernährungsweisen mit vielen gemeinsamen Kennzeichen.
3. In zahlreichen, weltweit durchgeführten epidemiologischen Studien konnte
ein Zusammenhang zwischen einer Ernährungsweise, die viele dieser gemeinsamen
Kennzeichen aufweist, und niedrigen Raten an chronischen Erkrankungen sowie
einer hohen Lebenserwartung für Erwachsene nachgewiesen werden. Es gibt
zahlreiche, aber weniger gut beschriebene Variationen der mediterranen Ernährung
in anderen Teilen Italiens und in Teilen Frankreichs, des Libanons, Marokkos,
Portugals, Spaniens, Syriens, Tunesiens, der Türkei und in anderen Teilen
des Mittelmeerraums.
Die oben beschriebene Ernährungsweise ist eng verbunden mit den traditionellen
Olivenanbaugebieten des Mittelmeerraums. Daher bezeichnet der Oberbegriff "mediterrane
Ernährung" insbesondere die Ernährungsgewohnheiten, die Anfang
der 60er Jahre in den Olivenanbaugebieten des Mittelmeerraums herrschten.
Die mediterrane Ernährung
ist eine jahrhundertealte Tradition, die zu einem ausgezeichneten Gesundheitszustand
beiträgt, für Wohlbefinden und Essgenuss sorgt und einen lebendigen
Bestandteil unseres Weltkulturerbes darstellt. Für die Bewohner des Mittelmeerraums
ist diese Art der Ernährung eine traditionelle Ernährungsweise, die
problemlos im modernen Lebensstil beibehalten und neu belebt werden kann. Für
Amerikaner, Nord- und Osteuropäer und andere Bevölkerungen, die ihre
Ernährung verbessern möchten, beschreibt die mediterrane Ernährung
eine Kostform, die sowohl wegen ihrer geschmacklichen Vorzüge als auch
ihrer gesundheitlichen Vorteile attraktiv ist, und die entweder unverändert
übernommen oder zu einer "Ernährung nach mediterraner Art"
abgewandelt werden kann.
Freigegeben vom Wissenschaftlichen
Austausch am 15. Januar 2000
Von: K. Dun Gifford, Sekretariat und Facilitator
Extra natives Bio Olivenöl: von dort, wo es am besten ist
Aus Öloliven kann man viel machen: man kann sie kalt pressen, heiß pressen, man kann die Maische noch einmal fester pressen, noch heißer und schließlich das, was dann noch übrig bleibt, chemisch aufbereiten (raffinieren). Was dabei herauskommt, nennt sich alles Olivenöl.
Das alles hat mit unserem Öl nichts zu tun. Wir arbeiten mit ausgewählten Bauern zusammen, die sich um höchste Qualitätsstandards bemühen. Nach der Ernte landen die Oliven möglichst noch am selben Tag in der Ölmühle, werden dort gewaschen, von großen Granitsteinrädern zu einem Brei zermahlen, aus dem das Öl schließlich herausgepreßt wird. Weil dieser Brei nicht erhitzt wird, nennt man diesen Vorgang Kaltpressung. In einem letzten Arbeitsvorgang wird das Öl von seinem natürlichen Wasseranteil mittels einer Zentrifuge getrennt, aus der es schließlich goldgrün ins Faß läuft und sich extra vergine nennen darf. Der Säureanteil unseres Öls liegt oft weit unterhalb jenes Limits (1 Prozent), das Olivenöl der höchsten Qualität nicht überschreiten darf. Bei kühler (Keller) und dunkler Lagerung ist es ohne nennenswerte Qualitätsverluste etwa zwei Jahre haltbar.
In der vielgerühmten mediterranen Küche hat man ohne Olivenöl gar keine Chance. Das Öl wird darin nicht nur für Salate, sondern auch als wichtigstes Fett beim Kochen eingesetzt: es hat ein unvergleichliches Aroma und gilt als eines der verträglichsten Fette überhaupt. Seine Temperatur sollte 210°C jedoch nicht übersteigen. Dann würden schädliche Stoffe freigesetzt, was übrigens für jedes Öl gilt: sobald es raucht, ist es zu heiß geworden. Eine solche Hitze wird beim Kochen in der Regel jedoch nicht erreicht. Das nächste Wiener Schnitzel kann also problemlos in Olivenöl gebraten werden. Die Griechen werfen sogar ihre Pommes hinein und wer jetzt den Kopf schütteln möchte, sollte die goldgelben Patátes (mit dem leichten Grünstich) erst einmal probieren.
Olivenöl kann beim Backen, beispielsweise im Rührkuchen, auch die Butter ersetzen. Das ist für diejenigen interessant, die auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen. Versuchen Sie es mit einem Marmorkuchen und rühren Sie eine Tasse Olivenöl (statt der Butter) mit dem Zucker schaumig und geben etwa 50 Prozent mehr Backpulver in den Teig. Alles andere bleibt wie gehabt.
Übrigens: Menschen mit trockener Haut schwören auf Olivenöl in der Badewanne: eine halbe Tasse Olivenöl gut mit Milch vermischen und ins Badewasser geben.
Grundnahrungsmittel Olivenöl
In Griechenland geht ohne Olivenöl gar nichts. Keine griechische Hausfrau würde auf die abwegige Idee kommen, beispielsweise Bohnen in Wasser zu kochen. Sie werden, wie Gemüse überhaupt, in Öl (und Tomatensauce) gegart. Die Zubereitung ist so einfach und gleichzeitig das Ergebnis so schmackhaft, daß man das Desinteresse der meisten griechischen Köche an überflüssigen "Verzierungen" verstehen kann: Zwiebeln in viel Olivenöl andünsten, etwas Knoblauch dazu, darin die grünen Bohnen schwenken, geschälte und pürrierte Tomaten hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken, sobald das Gemüse weich ist. Nicht anders werden Auberginen, Zucchini oder Karotten auch zubereitet.
Kaum ein Gericht kommt in Griechenland ohne Olivenöl aus. Fleisch oder Fisch werden darin gebraten, die Lukániko, eine Art griechische Krackauer, lagert in Olivenöl zur Konservierung, Olivenöl in der Suppe, im Tsatsíki und den vielen anderen Dips, in die das Fleisch getaucht werden kann; einen Schuß über den Féta (Schafskäse), und natürlich großzügig über den Salat. Von "light" wollen die Griechen nichts wissen, und wer nach dem Essen diese Mischung aus Olivenöl, Tomaten- und Gurken- und Zitronensaft, kleinen Brocken von Féta und Origano mit einem Stück frischen Weißbrot vom Salatteller aufgetunkt hat, wird wissen, warum nicht. Daß einem das Abendessen trotzdem nicht wie Kanonenkugeln im Magen drückt, liegt eben gerade an jener Zutat, die die Griechen nach nichtgriechischem Ermessen schier verschwenderisch verwenden: dem Olivenöl. Es ist sehr bekömmlich, regt den Stoffwechsel an und soll bei erhöhtem Cholesterinspiegel gar Wunder wirken.
Göttliches Geschenk
Den ersten Ölbaum pflanzte die Göttin Athene als ein Geschenk auf dem Akropolishügel. Besser hätte sie es nicht treffen können. Die Griechen waren dermaßen begeistert, daß sie sich bei der Göttin gleich dreifach bedankten: Sie bauten ihr einen Tempel auf dem Akropolishügel, ließen von Phidias, ihrem besten Bildhauer, eine Statue anfertigen (die zwar verschollen ist, aber zu den Sieben Weltwundern zählt) und benannten ein Stadt nach ihr, die heute die Hauptstadt Griechenlands ist und nach wie vor den selben Namen trägt: Athíne. Botaniker wollen wissen, daß der Ölbaum eine der ältesten Kulturpflanzen überhaupt ist, und nachweislich schon seit dem dritten Jahrtausend v. Chr. in Teilen Vorderasiens angebaut wurde. Wie auch immer, sein mystisches Flair behielt der Baum über die Jahrtausende bis heute.
Bei den Olympischen Spielen der Antike wurden die Sieger (unter anderem) mit einem Kranz seiner Zweige geehrt, der Ölbaum galt als Zeichen von Glück, Fruchtbarkeit und Unsterblichkeit, bei Christen und Juden als Symbol für den Frieden. Nach wie vor reiben die Griechen den Körper des Babys vor der orthodoxen Taufe mit Olivenöl ein, (Oliven)öllichter spenden Licht in der Kirche und selbst die Knochen der Verstorbenen werden (nach fünf Jahren Ruhe im Grab) mit geweihtem Olivenöl balsamiert, bevor sie in Holzkistchen verpackt und in Gebeinhäusern aufbewahrt werden.
20 Kilo pro Kopf und Jahr
Die Spuren der Göttin sind nicht mehr wegzudenken, weder aus der Küche noch aus dem Land. 127 Millionen dieser knorrig-verknoteten Bäume mit ihren silbrig grün schimmernden Blättern - Olivenbäume können 1000 Jahre und älter werden -, stehen breitbeinig auf dem mageren Boden und tragen doch so fette Früchte. Vorsicht: Direkt vom Baum in den Mund schmeckt die Olive grauenhaft bitter (die im reifen Zustand je nach Sorte grünen oder schwarzen Eßoliven müssen vor dem Verzehr erst eingeschnitten und dann mehrere Wochen im in Salzwasser gewässert werden, um sie von den Bitterstoffen zu befreien). In weit größerem Umfang wird jedoch die Ölolive kultiviert, die zwar kleiner, aber ölhaltiger ist, und für den Laien von der größeren Eßolive kaum zu unterscheiden ist. Die Früchte werden zermahlen, der Brei gepreßt, die dunkelbraune ölige Flüssigkeit schließlich mit Wasser vermischt, zentrifugiert und dadurch gereinigt. Das grüne Öl, das dabei entsteht, ist neben Tabak, Baumwolle, Wein, Obst, Gemüse, Sultaninen und Korinthen eines der wichtigsten landwirtschaftlichen Exportprodukte. Einen beträchtlichen Teil der Ernte behalten sich die Griechen selbst, ein Jahresverbrauch von etwa zwanzig Kilo pro Kopf ist Durchschnitt.
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Die Prävalenz des Typ-2-Diabetes
nimmt in den meisten Industriestaaten beständig zu. Neben der genetischen
Disposition spielen äußere Faktoren eine entscheidende Rolle in der
Ätiologie des Typ-2-Diabetes. Vor allem Übergewicht und körperliche
Inaktivität sind wichtige auslösende Faktoren dieser Form des Diabetes
mellitus.
Diabetes ist eine chronische Stoffwechselkrankheit. Ursache ist entweder ein
Insulinmangel (Typ-1-Diabetes) oder eine gestörte Insulinwirkung (Insulinresistenz,
Typ-2-Diabetes). Diabetes ist nicht nur gekennzeichnet durch einen gestörten
Kohlenhydratstoffwechsel, sondern auch durch Störungen im Protein- und
Lipidstoffwechsel. Letzteres führt zur Dyslipoproteinämie, die häufig
vor allem bei Typ-2-Diabetikern anzutreffen ist. Diabetes geht einher mit stark
erhöhtem Risiko für Arteriosklerose, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und
weiteren Komplikationen wie Mikroangiopathie, Nierenerkrankungen, Neuropathien
und Hypertonie.
Hauptziel der Therapie bei Diabetikern ist die Verbesserung der Stoffwechselkontrolle.
Insbesondere sind die Ziele: dauerhaft normale oder nahezu normale Blutzuckerwerte,
Optimierung der Serumlipid- und -lipoprotein-Konzentrationen, Erreichen eines
wünschenswerten Körpergewichts, Vorbeugung und Behandlung von Diabeteskomplikationen
sowie Verbesserung des gesamten Gesundheitszustandes.
Ernährungsmaßnahmen sind die Grundlage der Diabetestherapie. Für
die Ernährungstherapie von Typ-2-Diabetikern ist insbesondere zweierlei
von Bedeutung:
1. Gewichtsabnahme, Verminderung des Übergewichts,
2. Gezielte Zusammenstellung einer Ernährung, die sich günstig auf
den Glukose- und Lipoproteinstoffwechsel auswirkt.
Die folgende Zusammenfassung behandelt aktuelle Erkenntnisse und Empfehlungen
zur Ernährungstherapie bei Diabetes und erläutert die Gründe,
warum insbesondere die mediterrane Kost für Diabetiker geeignet und zweckmäßig
ist.
Fachartikel sowie weitere Informationen:
EU-Kampagne soll Olivenöl-Konsum fördern
(Ärztezeitung vom 18.01.2001)
Olivenöl senkt in Verbindung mit einer ballaststoffreichen Ernährung das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Das ist seit langem bekannt. Trotzdem haben sich die Ernährungsgewohnheiten in Nordeuropa nicht verändert. Eine dreijährige Förderkampagne mit einem Gesamtbudget von 35 Millionen EURO soll die Verbraucher in der Europäischen Union über den gesundheitlichen Nutzen von Olivenöl informieren.
Ein Schuß Olivenöl tut nicht nur Diabetikern gut
Ärztezeitung vom 15.11.2000
Die Deutschen nehmen über 40 Prozent der täglichen Kalorien als Fett zu sich. "Wir essen zuviel Fett, und dazu auch noch das falsche", warnte die ökotrophologin Professor Ursel Wahrburg von der Fachhochschule Münster.
Obst, Fisch und Olivenöl statt Rind und Schwein
Ärztezeitung vom 05.04.2000
Neu-Isenburg (ine). "Patienten, denen man eine Diät verordnet, haben schnell das Gefühl, man nimmt ihnen etwas weg", sagt Gerald Wüchner im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Diäten werden daher meist nicht über einen längeren Zeitraum eingehalten.
Gesunde Ernährung bei Kindern:
Richtig Essen kann vor Krebs schützen
Pressemitteilung der AOK-Bayern vom 28.09.2000
Eine ausgewogene Ernährung ist auch schon für Kinder wichtig, denn sie ist ein guter Schutz vor Krebserkrankungen im Erwachsenenalter. Eltern sollten deshalb darauf achten, dass ihre Kinder sich gesund ernähren, so die AOK Bayern. Weitere Tipps: Gehen Sie sparsam mit Fett und fettreichen Lebensmitteln um: Bevorzugen Sie ungehärtete Pflanzenfette und -öle mit einem hohen Gehalt an ungesättigten Fettsäuren wie beispielsweise Olivenöl.
Epidemiologische Hinweise, daß Olivenöl das Polyarthritis-Risiko mindert
Ärztezeitung vom 16.3.2000
Athen (eb). Sich von gekochtem Gemüse und Olivenöl zu ernähren ist offenbar mit einem verminderten Risiko der Entstehung einer rheumatoiden Arthritis assoziiert, wie eine griechische Studie jetzt ergeben hat.
Olivenöl mindert offenbar das Risiko für Darmkrebs
Ärztezeitung vom 10.02.2000
Badalona (run). Wer Olivenöl fest auf seinem Speiseplan stehen hat, schützt offenbar nicht nur sein Herz. Tierexperimentelle Daten haben nun auch Hinweise auf einen krebspräventiven Effekt geliefert.
Was das mediterrane Essen der mitteleuropäischen Kost voraus hat
Ärztezeitung vom 4.8.1997
Münster (sw). Der Olivenölverbrauch in Deutschland ist mit 0,2 Litern pro Kopf und Jahr im Vergleich zu den Mittelmeerländern - zum Beispiel Griechenland mit 20 Litern - noch immer sehr gering.
Europäische Olivenöl-Bibliothek für medizinische Informationen
Umfangreiche Webseite mit medizinischen und wissenschaftlichen Informationen über Ernährung im allgemeinen und Olivenöl im besonderen. Die wissenschaftlichen Informationen beruhen auf den Forschungsergebnissen des Instituts für Asterioskleroseforschung an der westfälischen Wilhelms-Universität, Münster. Link