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Keine griechische Hausfrau würde auf die abwegige Idee kommen, beispielsweise Bohnen in Wasser zu kochen. Barbe
... geht in der mediterranen Küche gar nichts
In Griechenland geht ohne Olivenöl gar nichts. Keine griechische Hausfrau würde auf die abwegige Idee kommen, beispielsweise Bohnen in Wasser zu kochen. Sie werden, wie Gemüse überhaupt, in Öl (und Tomatensauce) gegart. Die Zubereitung ist so einfach und gleichzeitig das Ergebnis so schmackhaft, daß man das Desinteresse der meisten griechischen Köche an überflüssigen "Verzierungen" verstehen kann.

Flaschen

Das Grundrezept ist einfach: Zwiebeln in viel Olivenöl andünsten, etwas Knoblauch dazu, darin die grünen Bohnen schwenken, geschälte und pürrierte Tomaten hinzugeben und mit Salz und Pfeffer abschmecken, sobald das Gemüse weich ist. Nicht anders werden Auberginen, Zucchini oder Karotten auch zubereitet.

Kaum ein Gericht kommt in Griechenland ohne Olivenöl aus. Fleisch oder Fisch werden darin gebraten, die Lukániko, eine Art griechische Krackauer, lagert in Olivenöl zur Konservierung, Olivenöl in der Suppe, im Tsatsíki und den vielen anderen Dips, in die das Fleisch getaucht werden kann; einen Schuß über den Féta (Schafskäse), und natürlich großzügig über den Salat. Von "light" wollen die Griechen nichts wissen, und wer nach dem Essen diese Mischung aus Olivenöl, Tomaten- und Gurken- und Zitronensaft, kleinen Brocken von Féta und Origano mit einem Stück frischen Weißbrot vom Salatteller aufgetunkt hat, wird wissen, warum nicht. Daß einem das Abendessen trotzdem nicht wie Kanonenkugeln im Magen drückt, liegt eben gerade an jener Zutat, die die Griechen nach nichtgriechischem Ermessen schier verschwenderisch verwenden: dem Olivenöl. Es ist sehr bekömmlich, regt den Stoffwechsel an und soll bei erhöhtem Cholesterinspiegel gar Wunder wirken.

In der vielgerühmten mediterranen Küche hat man ohne Olivenöl gar keine Chance. Das Öl wird darin nicht nur für Salate, sondern auch als wichtigstes Fett beim Kochen eingesetzt: es hat ein unvergleichliches Aroma und gilt als eines der verträglichsten Fette überhaupt. Seine Temperatur sollte 190°C jedoch nicht übersteigen. Dann würden schädliche Stoffe freigesetzt, was übrigens für jedes Öl gilt: sobald es raucht, ist es zu heiß geworden. Eine solche Hitze wird beim Kochen in der Regel jedoch nicht erreicht. Das nächste Wiener Schnitzel kann also problemlos in Olivenöl gebraten werden. Die Griechen werfen sogar ihre Pommes hinein und wer jetzt den Kopf schütteln möchte, sollte die goldgelben Patátes (mit dem leichten Grünstich) erst einmal probieren.

Olivenöl kann beim Backen, beispielsweise im Rührkuchen, auch die Butter ersetzen. Das ist für diejenigen interessant, die auf ihren Cholesterinspiegel achten müssen. Versuchenen Sie es mit einem Marmorkuchen und rühern Sie eine Tasse Olivenöl (statt der Butter) mit dem Zucker schaumig und geben etwa 50 Prozent mehr Backpulver in den Teig. Alles andere bleibt wie gehabt.

Übrigens: Menschen mit trockener Haut schwören auf Olivenöl in der Badewanne: eine halbe Tasse Olivenöl gut mit Milch vermischen und ins Badewasser geben.